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„Solarpark Warenshof“ – Baustart für große Photovoltaik-Anlage

In dieser Woche ist der Bau der Photovoltaik-Freiflächenanlage im Ortsteil Warenshof  mit einem feierliche Spatenstich gestartet. Das Projekt umfasst insgesamt eine Fläche von circa 49,2 Hektar, wovon zukünftig circa 39,1 Hektar für die Solarstromerzeugung genutzt werden sollen. Die Anlage soll mit einer Gesamtleistung von 45 Megawatt nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen leisten, sondern auch ein entscheidender Schritt hin zu einem klimaneutralen Mecklenburg-Vorpommern bis 2045 sein.

Bereits seit 2010 sowie seit 2012 gibt es im Ortsteil Warenshof zwei Bürgersolaranlagen. In den vergangenen Jahren wurde kontinuierlich an der Entwicklung weiterer Photovoltaik-Anlagen gearbeitet. Erste Kontakte mit potenziellen Investoren wurden im Mai 2022 geknüpft. Nach intensiver Zusammenarbeit mit dem Investor MaxSolar GmbH hat die Stadtvertretung Waren im Dezember 2022 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 88 „Solarpark Warenshof“ gefasst.

Parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans wurde auch der Flächennutzungsplan geändert, um die Voraussetzungen für den Bau der  Freiflächenanlage zu schaffen. Ein Zielabweichungsverfahren war erforderlich, da die Ausbauziele für erneuerbare Energien im Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern damals noch nicht dem heutigen Standard entsprachen. 

Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurde schließlich im Juli 2024 gefasst. Die öffentliche Auslegung des Plans fand im September sowie Oktober 2024 statt. Während des gesamten Verfahrens wurden zudem alle erforderlichen Unterlagen für die Baugenehmigung erstellt und die Voraussetzungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) geklärt. Mit der Erteilung der Baugenehmigung durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am 9. Oktober 2025 sind nun alle rechtlichen Voraussetzungen für den Baubeginn erfüllt.

Darüber hinaus ist die Maßnahme sowohl innerhalb der Flächen der Anlage als auch über externe Ausgleichsflächen einem hohen ökologischen Standard verpflichtet. Die Planung wurde in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Fachleuten entwickelt. Dabei wurden nach Angaben der Stadt insbesondere Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes berücksichtigt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig einen nachhaltigen Betrieb der Anlage zu gewährleisten.

„Der Baubeginn dieser Photovoltaik-Freiflächenanlage ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Stadt“, erklärt Bürgermeister Norbert Möller. „Damit leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern eröffnen auch langfristige wirtschaftliche Perspektiven durch die Reduzierung von Energiekosten und die Schaffung von lokalen Einnahmen.“

7 Gedanken zu „„Solarpark Warenshof“ – Baustart für große Photovoltaik-Anlage“

  1. Klimaneutralen Mecklenburg-Vorpommern bis 2045? Dann müssen diese Teile wieder Entsorgt werden, weil Ihre Laufzeit dann abgelaufen ist. Ist die Entsorgung dann Klimaneutral?

    1. Warum müssen die Anlagen dann entsorgt werden?
      Ich betreibe seit über 13 Jahren eine PV-Anlage auf dem Dach meines Hauses.
      Sie liefert mir immer noch über 98% der Anfangsleistung und liegt damit weit über den Angaben des damaligen Herstellers.
      Mich würde also interessieren, warum ich die Anlage dann entsorgen sollte?!
      Ich danke Ihnen für eine klärende Antwort.

    1. Ja Braunkohleabbau in Sachsen und Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind da natürlich wesentlich schöner. Zumal man sie hier nicht sieht. Schon klar.
      Und sich evtl. auch mal schlau machen was für „neue Ökosysteme“ sich im Schatten dieser Platten auf solchen Sandflächen bilden können, wäre auch nicht so verkehrt.
      Und wofür brauchen wir überhaupt Kraftwerke?
      Bei uns kommt der Strom eh aus der Steckdose.

  2. faktenvswunschdenken

    Na, ob ein weiterer Solarpark Sinn macht. Künftig wird wohl nur lerzeugen, wer netzdienlich ist und je mehr Anlagen umso weniger netzdienlich-folglich wird abgeregelt oder teure Steuerungsmaßnahmen werden verbaut werden müssen. Den Gemeinden ist die Konferenz der Netzbetreiber, Strommarktforum 2025, empfohlen. Solche Zubauten dürften in Zukunft ein kostspieliges Investment ohne die heute erhofften Erträge sein. Schade um die Fläche.

    1. Letztendlich investiert das Kapital nur dort, wo auch Gewinne zu erwarten sind, bzw. erwartet werden. Und die Anleger werden sicherlich auch schon die Abregelungen im Hinterkopf haben und später, wenn vorhanden, in Speichertechnologien investieren (Platz dafür ist noch genug auf der bebauten Fläche). Das machen die nicht zum Spaß, sondern um Geld zu verdienen. Denn eines ist sicher, der Gewinn aus dem Energiesektor ist sicher. Das war er in den letzten 70 Jahren und wird es auch in der Zukunft noch viel mehr so sein.

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