Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines kleinen Mädchens in einer Kita in Sietow (WsM berichtete) muss sich ein Beschuldigter am 31. Januar vor Gericht verantworten. Wie das Amtsgericht in Waren gegenüber „Wir sind Müritzer“ bestätigte, wird dem damals 35 Jahre alten Mann, der als Praktikant in der Kita gearbeitet hat, sexueller Missbrauch eines Kindes im Herbst 2020 vorgeworfen.
Dem Tatverdächtigen legt die Anklagebehörde zur Last, die Vierjährige beim Mittagsschlaf ”unsittlich im Gesäßbereich berührt zu haben.” Die Kind aus der Sietower Kita hatte sich danach zunächst ihren Eltern anvertraut (WsM berichtete). Der Beschuldigte syrischer Herkunft war von der Kindergartenleitung sofort nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe vom Dienst suspendiert worden. Eltern wurden mit einem Aushang informiert. Auch Jugendamt und Polizei wurden eingeschaltet.
Kurz nach dem Vorfall wurde damals ein zweiter Verdachtsfall bei einem anderen Kind bekannt. Dafür fand die Staatsanwaltschaft aber keine erhärtenden Indizien, so dass dieser Tatvorwurf gegen den Praktikanten fallengelassen wurde.
Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ muss damit gerechnet werden, dass der Prozess nicht öffentlich geführt wird. In ähnlichen Fällen wurden auf Antrag und zum Schutz der Minderjährigen und ihrer Familien schon die Öffentlichkeit ausgeschlossen, das Urteil dann aber öffentlich verkündet. Geladen sind mehr als zehn Zeugen, bisher wird mit nur einem Verhandlungstag gerechnet. Der Beschuldigte wird vor Gericht anwaltlich vertreten, auch die Familie des Mädchens hat sich Rechtsbeistand geholt.







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