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Aus Sicherheitsgründen: Herrenseebrücke ab sofort gesperrt

Damit dürfte das Chaos in Waren perfekt sein: Warens Herrenseebrücke ist gerade voll gesperrt worden. Das erklärte Warens Bürgermeister Norbert Möller und nennt eine neue Untersuchung als Grund. Bei der turnusmäßigen, drei Tage dauernden Überprüfung der Brücke sei in dieser Woche festgestellt worden, dass die Längsrisse im Stahl im Bereich über den Gleisen, die schon länger bestehen, deutlich größer geworden seien „Im Interesse der Sicherheit habe ich keine andere Möglichkeit, als die Sperrung anzuordnen“, sagte Bürgermeister Norbert Möller gegenüber „Wir sind Müritzer“. Jetzt werde es weitere tiefgründige Untersuchungen geben, bis die Ergebnisse vorliegen, dürfe die Brücke nicht mehr befahren werden.

Noch vor wenigen Wochen hieß es, dass ein 400-Seiten-Gutachten ergeben hätte, dass die Brücke noch 15 bis 20 Jahre durchhalte. Allerdings mussten schon Beschränkungen erlassen werden. So durften seither ab nur noch Lkw bis höchstens 16 Tonnen über die Brücke fahren, und das auch nur im Abstand von 50 Metern. Außerdem galt auf der gesamten Herrenseebrücke eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.

Die Stadt hat für die Brücke ein Gutachten erstellen lassen, um ein Fiasko wie beispielsweise in Dresden zu verhindern.

Am heutigen Vormittag fand eine Bauwerksprüfung der Herrenseebrücke statt. Im Zuge dessen, sei dem Bürgermeister durch das zuständige Fachamt für Bau, Umwelt und Stadtplanung über aktuelle Untersuchungen dieser Prüfung informiert worden. Bei dieser Bauwerksprüfung seien die sichtbaren Längsrisse an der Überbauunterseite, mittig im Feld über der Gleisstrecke der Bahn festgestellt worden.

„Die Tatsachen, dass bei diesem Bauwerk spannungsrisskorrosionsgefährdeter Spannstahl verbaut wurde, die Brücke mit einer rissüberbrückenden Beschichtung versehen ist und trotzdem Risse deutlich an dieser Stelle zu erkennen sind, lässt vermuten, dass hier bereits Schädigungen an den Spanngliedern vorliegen und die Gefahr des Versagens stark erhöht ist. Aus diesem Grund wurde durch den Bauwerksprüfer noch vor Ort mündlich eine sofortige Sperrung der Brücke empfohlen“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

In einem daraufhin geführten Gespräch mit dem Amt für Bau, Umwelt und Stadtplanung und dem Sachgebiet Hoch- und Tiefbau, habe der Bürgermeister als zuständige Verkehrsbehörde, und unter Abwägung aller Umstände, die sofortige Vollsperrung der Herrenseebrücke veranlasst. Diese Sperrung gelte zunächst bis auf Weiteres. Man veranlasse jetzt schnellstmöglich weitere Untersuchungen zum Zustand der Brücke, danach gebe es weitere Entscheidungen.

„Der Bürgermeister bittet um Verständnis bei allen Bürgern sowie ansässigen Unternehmen für diesen in der Tat einschneidenden Eingriff in den Straßenverkehr unserer Stadt. In Abwägung aller Umstände sieht er im Interesse der Sicherheit aller Nutzer dieser Brücke keinen anderen Spielraum.“

Da sich auf der Nordseite unter anderem die Polizei und das Krankenhaus sowie zwei große Unternehmen befinden, dürften die Auswirkungen der Sperrung erheblich sein. Möglich ist zudem, dass sich der jetzt festgestellte Zustand der Brücke auch auf den Bahnverkehr auswirkt.

Die Warener Herrenseebrücke, die den Nordteil der Stadt anbindet, ist gut 50 Jahre alt. 1998/99 wurde sie teilsaniert. Das führte allerdings dazu, dass durch bestimmte Beschichtungen, die damals aufgetragen wurden, eventuelle Risse ohne tiefgründige Überprüfung nicht zu sehen sind. Nach den neuesten Untersuchungen seien die Risse aber jetzt deutlich zu erkennen.

Fachleute gehen von einer Haltbarkeit von derartigen Brückenbauwerken von etwa 70 Jahren aus. 

28 Gedanken zu „Aus Sicherheitsgründen: Herrenseebrücke ab sofort gesperrt“

  1. Hier rächt sich, verkehrstechnische Infrastruktur ohne Redundanz vorzuhalten, die im Ernstfall als Nadelöhr zum Chaos führt.
    Zwischen den Seen auf einer Moorinsel ist es ohne notwendigen Bypass eben Mist.

    Ich höre es schon: „Hätte, wäre, könnte, dürfte es mit einer bei Zeiten angelegten Ortsumgehung kaum geben.

    Gut, das es eine auf schwere Schiffsschrauben ausgelegte Brücke in der Teterower Straße gibt.
    Bisher dafür ungenutzt, also noch fast neu . . . . .

    1. Ich hoffe nur, dass die Ortsumgehung für Waren,
      wenn diese einmal gebaut wird, nicht auch noch eine Brücke beinhaltet – sonst haben wir irgendwann 3 Brücken die gesperrt sind.

  2. Die Sperrung mag berechtigt sein, dass keinerlei Umleitungshinweise bis Nachmittags aufgestellt worden sind, ist dagegen eine Zumutung.
    Für Orts-fremde Fahrer ist der Bahnhof nicht zu finden bzw. verpasst man so sicher seinen Zug, den die Bahn ausgerechnet heute pünktlich fahren ließ.

    1. Wir haben heute den 29.11.2025 und es ist heute Morgen immer noch keine Umleitung ausgeschildert. Ich schimpfe immer auf die Wessis wegen Ihres Unverstandes, aber das scheint mit den Jahren auch im Osten breitzumachen. Die nicht Warener und Besucher unserer schönen Stadt, werden sich sehr darüber freuen und den nächsten Besuch bestimmt wo anders planen.

  3. … auf dieses Chaos ist die Stadt seit Jahren zugesteuert. Und die Sattelschlepper fuhren bis gestern noch munter über die Brücke. Das Gewerbegebiet ist zwar ausgebaut und strassentechnisch angebunden worden. Aber eben nicht die Gelegenheit genutzt worden, eine weitere Zufahrt für diesen Stadtteil zu schaffen. Das wäre vorausschauende Verkehrsplanung gewesen.

    Jetzt sind Tausende Bürger betroffen. Und: das Krankenhaus, der Bahnhof, Polizei, zwei Schulen, etliche Arztpraxen, der Busbahnhof und mehrere Kindergärten abgeschnitten.

    Die nicht vorbereitete Umleitung kann das gar nicht sinnvoll aufnehmen. Wir wollen mal hoffen, dass die Feuerwehr nicht nach Waren Nord muss!

    Diese Aufzählung macht doch klar, dass ein „Plan B“ schon seit Jahren in der Schublade hätte liegen müssen.

    Was mich schon ärgert: die Firma, die sich regelmäßig mit schweren Sattelschleppern Mehl über über die marode Brücke hat anliefern lassen, soll sich die Kosten für eine eigene Zufahrt im Gewerbegebiet lieber eingespart haben.

    Wir werden sehen, wie lange dieses Chaos nun dauern wird. Eins ist mal klar: es muss zwingend ein Ersatzbau her. Jede andere Variante ist Unfug. Und über die neue Brücke rollt gefälligst kein einziger Sattelschlepper mehr!

    1. Ich schließe mich dieser Meinung an. Als Anwohner am Falkenhäger Weg kann ich bestätigen, das trotz Einschränkungen regelmäßig schwere Lkw unverdrossen den Weg zur und über die Herrenseebrücke genutzt haben. Und das mit zunehmend steigender Tendenz , denn Kontrollen hat es anscheinend nie gegeben. Augenscheinlich sind derartige Zufahrtskontrollen weniger lukrativ als die flächendeckenden Tempo- und Parksünderkontrollen. Bin jetzt mal gespannt , wie dieses unglaubliche Administrationsversagen sicher bald zum gegenseitigen Abstreiten und Zuschieben von Verantwortung führt.
      Dabei müsste jetzt klug und schnell gehandelt werden.

      1. Tja wenn ihr den Schwerlastverkehr nicht wollt dann müsst ihr auch sehen wie die Regale der anliegenden Supermärkte etc gefüllt werden.

        1. Ihr Kommentar ist nicht nachvollziehbar: der Schwerlastverkehr muss nicht über die Herrenseebrücke fahren. In Waren Nord gibt es keinen Supermarkt. Hier gibt es nur ein neues Gewerbegebiet mit eigener Zufahrt und schwerlastfähiger Brücke. Aber diese Zufahrt wurde nicht genutzt. Stattdessen rollten die 40-Tonner munter durchs Wohngebiet über die marode Brücke. Und eben das musste nicht sein.

  4. Die Stadt könnte doch die beiden Parkplätze vor der Herrenseebrücke kostenfrei machen, damit Arbeitnehmern der Nordstadt die Möglichkeit gegeben wird, ihren Arbeitsplatz fußläufig zu erreichen. Vielleicht könnte man dadurch das Chaos etwas abfedern.

  5. Liebe Mitbürger,

    ich bitte, sich nicht aufzuregen. Die Stadt hat zur Not noch Geld für den Abriss. Darüber hinaus ist kein Geld da, das für einen Neubau reichen würde.
    Aber bitte bedenken Sie, dass Deutschland gemeinsam mit Ägypten zu einer Wiederaufbaukonferenz für Gaza einladen will. Da sollten wir uns mal nicht so anstellen, wenn bei uns die Brücken versagen.

    1. Sehr schön geschrieben!!! Hier in Waren-Nord sind wir jetzt richtig abgehängt! Unsere Stadtverwaltung erinnert schon sehr an einen Schlafwagen, so vieles kommt so plötzlich! Ob es nun Brücken, Straßen oder Schulgebäude sind, ganz plötzlich ist alles kaputt! Jetzt haben wir eine weitere Großbaustelle, die uns viele Jahre begleiten wird! Echt super!

  6. Verkehrsteilnehmer

    Hier hätte man mal lieber LKW Kontrollen gemacht, ebenso an der Brücke Schweriner Damm wo mir in der Baustelle 2 Schwer LKW entgegen gekommen sind

  7. Hilfe es wird noch irrer in Waren ! Und nu ? Risse gab es schon lange ,meistens werden sie größer und seit Dresden wird niemand mehr sagen geht noch . Die Verantwortung nimmt keiner auf sich völlig normal . Alternativen gibt’s nicht viele . Die Nummer wurde verschlafen oder guten Glaubens viele Jahre unterschätzt. Tja nu ist es soweit, der Baum brennt 🙈

    1. Nein man ist mit Schrecken erwacht,als in Italien d.Brücke eingestürzt ist u.es zahlreiche Todesopfer gab.Dresden war erst später.Aber all diese Brücken waren,bzw.sind gleich alt.

    1. Was denn? Uns abzuschaffen oder die ehemalige DDR wieder zu errichten. Unsere Politiker waren Alt und Senil haben wir damals gesagt. Die Politiker der letzten 10 Jahre sind auch in Ihrem jungen Alter nur noch S…, aber Geldgierig und faul.

  8. Hinzu kommt noch, dass im Sommer die Bahnstrecke aufgrund des Brückenbaus gesperrt wurde. Während dieser Zeit verkehrten zahlreiche Ersatzbusse im Stundentakt über die Herrenseebrücke.

  9. Zitat: Noch vor wenigen Wochen hieß es, dass ein 400-Seiten-Gutachten ergeben hätte, dass die Brücke noch 15 bis 20 Jahre durchhalte. Zitat Ende. Wer hat dieses Gutachten erstellt? Baumeister Bob oder wer?
    Die Bürger dieser Stadt haben den Mist auszubaden.

    1. Ich finde es positiv und sehr verantwortungsbewusst, dass trotz dieses hier zitierten Gutachtens engmaschig weiter geprüft wird. Was wäre denn, wenn man sich blind die nächsten Jahre auf dieses Gutachten verlassen hätte? Lieber auf Nummer sicher gehen und weiter die Risse im Auge behalten.
      Dann hoffen wir mal, dass die unzähligen Eltern-Taxis für die beiden Schulen in der Nordstadt nicht an den unmöglichsten Stellen halten werden. So unter dem Motto „Ich lass dich mal schnell an der Bushaltestelle Sparkasse raus.“ Dadurch würde das Chaos in Waren noch verschärft.
      Sollte zeitnah ein innerstädtischer Brückenbau notwendig werden, dann kann Herr Schnur wohl vorerst seine Schwimmhalle auf Eis legen …

  10. Ich wohne in Waren Nord und kenne mich gut aus, aber was machen Ortsunkundige Menschen die zum Zug müssen oder ins Krankenhaus oder Menschen die auf Anlieferungen warten? Niemand, der den „Schleichweg“ nicht kennt, findet zu uns… Wir sind heute alle Straßen abgefahren und nirgendwo eine gekennzeichnete Umleitung… Es auf’s Wochenende zu schieben spottet jeder Beschreibung, sehr viele andere Berufsgruppen leisten jedes Wochenende ihren Dienst… Ich hoffe, dass nicht zu viele Menschen davon betroffen sind z.Bsp. ihren Zug verpasst zu haben oder zu spät ins Krankenhaus gekommen sind, weil sie verzweifelt einen Weg hierher suchten…

  11. Wir wohnen in Waren Nord und kennen uns hier gut aus. Aber was ist mit den anderen Leuten, die sich hier überhaupt nicht auskennen?
    Wie sollen sie ohne Umleitunsschilder den Weg zum Bahnhof oder Krankenhaus finden?
    Wir sind heute alle Strecken abgefahren, kein einziger Hinweis für Ortsunkundige!!!
    Da kann man nur hoffen, dass niemand seinen Zug verpasst hat oder dringend ins Krankenhaus musste oder auf eine dringende Lieferung gewartet hat…
    Und wenn das Argument, es wäre ja Wochenende anzubringen wäre, was ist denn mit all den Berufszweigen, die jedes Wochenende ihren Dienst leisten müssen???
    Diese Aktion ist ein sehr großes Armutszeugnis an alle Verantwortlichen, die für diese, sicher berechtigte Sperrung, zuständig sind!

  12. 2012 war der Bahnverkehr fast ein ganzes Jahr für einen bis jetzt nicht fertigen Streckenausbau unterbrochen. Gute Gelegenheit, die Brücken in anderer Trägerschaft mit zu erneuern. Stattdessen wurde es richtig deutsch: Jede Brücke hat eine andere Nutzungsdauer und wurde immer wieder gesund gebetet und wurden Risse oberflächlich zugeschmiert, bis irgendein einzlner, in der Hierarchie ganz unten stehender Brückenprüfer den Arsch in der Hose hat, zu sagen, dass das nicht mehr weiter geht. Vermutlich auch nur deshalb, weil es tatsächlich passiert, dass die Spannbetonbrücken ohne Vorwarnungen herunterkrachen, weil die Drahtseile im Innern, ständig weiter eindingendem Wasser ausgesetzt, durchgegammelt sind. Und dann? Oh, innerhalb meiner Wahlperiode. Hätte das nicht noch ein bisschen…? Keine Planung, kein Geld, außer für immer mehr Bootsstege und viel wichtigere Aussichtsplattformen über dem Wasser im Naturschutzgebiet. Die Touristen, für die das bestimmt ist, können nun zu Fuß kommen. Gut priorisiert!

  13. Vielen Dank für den klaren Bericht und die ehrliche Einordnung der Lage.

    Diese Sperrung der Herrenseebrücke ist ein gravierender Einschnitt für Waren (Müritz) — und zeigt deutlich, wie dringend wir eine strukturierte und verantwortungsbewusste Führung brauchen. Wir dürfen jetzt nicht in Empörung, Schuldzuweisungen oder Pessimismus versinken — wir müssen gemeinsam konstruktiv planen.

    Kurzfristig brauchen wir jetzt verlässliche Umleitungs- und Logistiklösungen, damit Versorgung, Rettungsdienste, Schulen und Firmen handlungsfähig bleiben.

    Gleichzeitig darf diese Krise nicht in jahrelange Planlosigkeit münden — es braucht einen transparenten Sanierungs- bzw. Neubauplan und ein öffentliches Konzept für Infrastruktur und Stadtentwicklung.

    Ich rufe alle — Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verwaltung, Politik — auf:
    Lasst uns diese Brücke nicht nur als Bauwerk sehen, das (vorerst noch nicht) zerbrochen ist.
    Sondern als Weckruf: für mehr Verantwortung, echte Führung und ein neues Verständnis von Gemeinwohl in unserer Stadt.

    Waren (Müritz) kann gestärkt aus dieser Krise hervorgehen — wenn wir jetzt klug, entschlossen und solidarisch handeln.

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